Thema: Pressemitteilung DiViDi: Aus für Pornos frei Haus
Autor: Stefan  -   Datum: 30.07.2004 19:44:04

Wie DiViDi in einer Pressemitteilung vom heutigen Tage mitteilt, hat das OLG München heute in einem einstweiligen Verfügungsverfahren letztinstanzlich entschieden, dass der einfache Briefversand nach Durchführung des Postident-Verfahrens für FSK18-Titel nicht den deutschen Jugendschutzvorschriften entspricht. Die Verfahrensweise stellt nicht ausreichend sicher, dass Minderjährige keinen Zugriff auf FSK18-Titel erlangen, zumindest müssten die Briefe mit dem Vermerk "eigenhändig" verschickt werden, so dass sie nur dem Empfänger persönlich übergeben werden können.

Für Kunden hat dies natürlich weitreichende Nachteile: Wer tagsüber arbeitet und die Briefe nicht entgegennehmen kann, müsste jede DVD künftig nach Benachrichtigung in seiner Postfiliale abholen.

Es war zu erwarten, dass ein solches Urteil gegen die heute gängige Versandpraxis einiger Verleiher bei FSK18-Titeln früher oder später gefällt wird. DiViDi hatte dieses Verfahren gegen inVDeo geführt und sieht sich als familienfreundlicher Verleiher in seiner Rechtsauffassung bestätigt. "Es kann und darf nicht sein, dass ein paar wenige Anbieter in diesem Segment den Jugendschutz mit Füßen treten und sich insbesondere gegenüber den Wettbewerbern wirtschaftliche Vorteile über die billige, einfache Briefzustellung verschaffen", so Andreas Steinrücke, Geschäftsführer von DiViDi. "Wir stellen fest, dass andere Verleiher, die ausschließlich Filmtitel für Erwachsene anbieten, den Jugenschutzanforderungen in der nun entschiedenen Weise bereits entsprechen und begrüßen dies."

DiViDi plädiert für eine deutliche Trennung zwischen jugendfreien und pornografischen Angeboten bei den Online-Videotheken.

Wir dürfen gespannt sein, wie inVDeo auf dieses Urteil reagiert. Als neutrale Plattform aller Verleiher haben wir auch von inVDeo bereits eine Stellungnahme angefordert und werden diese hier veröffentlichen, sobald uns diese vorliegt.



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Thema: Re: Pressemitteilung DiViDi: Das Aus für Pornos frei Haus
Autor: lilars  -   Datum: 31.07.2004 01:40:46

Danke für den Ausführlichen Bericht Stefan.

Na was hab ich geschrieben:
Amango wird mit seiner FSK18-Politik nicht korrekt handeln, jetzt ist es klar, fehlt nur noch der erste Kläger gegen Amango, dann haben die meisten die 20 EUR um sonst gezahlt oder müssen mit erheblichen Mehrkosten für jede DVD rechnen.
Es gibt sicher auch noch andere Versender, die dabei nicht korrekt gehandelt haben/korrekt handeln, aber bei Amango weiss ich es sicher, weil ich selber nachgehackt hatte.
Es kann natürlich sein, das Amango da schon angeglichen hat, aber kann ich mir kaum vorstellen, das sonst nämlich Amango die beträchtlichen Mehrkosten für jede DVD tragen müsste.

Gruß
Lars


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Thema: Re: Pressemitteilung DiViDi: Das Aus für Pornos frei Haus
Autor: enra  -   Datum: 31.07.2004 11:12:51

Na als Kunde finde ich die Entscheidung ziemlich Grotte. Von mir aus können sie ja Pornos ganz von der Liste streichen, aber sonstige FSK 18 Titel? Hallo!? Wo ist das Problem? Ich muß sowieso Volljährig sein um Filme ausleihen zu können und ob meine kleinen Kinder Bad Boys II in der FSK 16 oder FSK 18 Version aus dem Briefkasten angeln macht doch kaum einen Unterschied. Wenn sie das ohne Erlaubnis tun, sollte man solche Filme überhaupt nicht per Versand bestellen (oder über seine Erziehung nachdenken). Tut mir leid, aber diese Entscheidung finde ich etwas weltfremd.

CU, Enra. :)