Thema: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: Robert  -   Datum: 15.05.2005 10:07:34

Guten Morgen,

ich habe bei der inVDeo GmbH am 29.03.2005 per Fax gekündigt.

Kurze Zeit später kam eine eMail mit dem Wortlaut: "Ebenso haben wir Ihre Kündigung erhalten und eingetragen"

Damit hatte ich gedacht der Sachverhalt hat sich erledigt. (Vertrag ist dann mit dem 03.04.2005 ausgelaufen)

Wie kann es sein, dass mir die Palago GmbH per Mail dieses Angebot macht??

Ich bin davon ausgegangen, dass meine Kundendaten gelöscht wurden??

Wie soll man sich jetzt verhalten?

Viele Grüße Robert


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Thema: Re: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: x3Ray  -   Datum: 15.05.2005 10:17:26

Die haben die Daten nicht gelöscht, die waren viel zu wertvoll - je größer die Kundenkartei, desto mehr Geld bringen die Adressen beim Verkauf. ;-)

Ich hab ein paar Wochen nach meiner Kündigung (ich krieg jetzt noch einen Hals, wenn ich die Vertröstungsmails von den Support-Trullas mit den Ausreden lese...) nachgefragt, da bekam ich folgende Antwort:

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gespeichert sind nach wie vor alle Daten, die Sie bei Ihrer Anmeldung angegeben haben, also Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Emailadresse und Bankdaten. Weiterhin wurden alle geliehenen Filme, sowie Ihre Wunschliste und die Zahlungen bei uns dokumentiert.
------------


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Thema: Re: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: Noob  -   Datum: 15.05.2005 11:15:14

Die Daten müssen schon nach dem Gesetz bis zu 10 Jahre aufbewahrt werden. Das braucht man u.a. für Betriebsprüfungen durch das Finanzamt. Schließlich müssen ja die Einnahmen genau dokumentiert werden.

Eine Löschung wird deshalb nie, egal bei welchem Anbieter, durchgeführt werden.

Nicht gut finde ich, dass man trotz Kündigung Werbemails bekommt. Aber wirklich außergewöhnlich ist das auch wieder nicht. Ich kann mich jedenfalls nicht entsinnen mich jemals für Penisverlängerungen interessiert zu haben, und trotzdem bekomme ich täglich Angebote über solche Leistungen. Schieb's in den Papierkorb udn gut ist.


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Thema: Re: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: JePe  -   Datum: 15.05.2005 14:30:22

Nun ja. Das Letzte, was die Fiskalbehoerden im Falle einer Pruefung interessiert (und interessieren darf) sind Deine Vorlieben im Bereich der XXX-Videos ;-) ...

Die Speicherung personenbezogener Daten ist in Deutschland gottlob -noch- streng reglementiert. Ich wage zu bezweifeln, dass inVDeo.de oder ein Kaeufer nach Beendigung eines Abonnements noch irgendwelche personenbezogenen Daten speichern darf - dies waere wohl allenfalls moeglich, wenn inVDeo.de noch unbestrittene Forderungen haette und diese dokumentieren muesste. Ich wuerde dem Threadstarter empfehlen, sich von inVDeo.de bzw. dessen Kaeufer offenlegen zu lassen, welche Daten erhoben wurden und deren unverzuegliche Loeschung zu verlangen.

Soweit es die Werbe-eMail von PALAGO angeht - diese ist schlicht Spam und als solcher rechtswidrig (z. B. BGH, Urteil vom 11.03.2004, Aktenzeichen I ZR 81/01 und OLG Duesseldorf, Urteil vom 22. September 2004, Aktenzeichen I-15 U 41/04). Nach einer Kuendigung -ganz besonders, wenn sie so verlaufen ist wie bei inVDeo.de- kann auch keinesfalls von einem konkludenten Einverstaendnis des Empfaengers ausgegangen werden. Meine Empfehlung an den Threadstarter waere, PALAGO mitzuteilen, dass weitere eMails keinesfalls geduldet werden; falls Du rechtsschutzversichert bist und die Versicherung eine Kostenzusage erteilt, kannst Du auch versuchen durch einen -bitte sachkundigen- Anwalt eine Unterlassungserklaerung durchzusetzen. Eventuell funktioniert dies sogar zu Lasten von PALAGO (sog. Geschaeftsfuehrung ohne Auftrag) - in diesem Fall muesste PALAGO die Anwaltsrechnung bezahlen.

Viel Spass noch wuenscht

JePe


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Thema: Re: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: Noob  -   Datum: 15.05.2005 15:00:10

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob dein Posting ernst gemeint ist. Ich werde dennoch antworten.

Sicherlich interessiert es den Fiskus nicht, welche DVD's die Kunden geliehen haben. Sicherlich interessiert es aber den Fiskus, in welchem Umfang Einnahmen verbucht wurden. Und um dies nachzuweisen ist die Speicherung der Daten notwendig.

Oder hälst du es für üblich, dass bei der Kündigung des Geschäftsverhältnisses alte Rechnungen der Ex-Kunden durch den Reisswolf wandern? Wohl kaum. Von daher wüsste ich nicht, auf welcher Grundlage die Löschung verlangt werden kann.




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Thema: Re: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: mages  -   Datum: 15.05.2005 15:13:08

> auf welcher Grundlage die
> Löschung verlangt werden kann.

ganz einfach Datenschutz...
Die Rechnungen müssen Sie aufheben, aber nicht die zusammengefassten Daten von dir.
Diesbezüglich werden in eigentlich allen zugelassen Datenverarbeitungssystemen die Daten von Rechnungen separat von den Kundendaten gespeichert.
Eine Löschung der Kundendaten berührt quasi nicht das Archive der Rechnungen.
In Deutschland hat keiner das Recht Daten länger zu halten als unbedingt notwendig.
Wobei die Notwenigkeit nachgewiesen werden muss. Es gab erst kürzlich eine Abmahnung einer Forumseite über 25.000 Euro weil der Betreiber unbereichtigterweise Adressdaten erhoben hat, obwohl er kein Vertragsverhältnis zu seinem kostenlosem Forum nachweisen konnte. Hätte sein Forum Geld gekostet, wäre nix passiert ;-) so ist es dumm gelaufen


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Thema: Re: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: JePe  -   Datum: 15.05.2005 17:12:50

> Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob
> dein Posting ernst gemeint ist.

?

> Sicherlich interessiert es den Fiskus
> nicht, welche DVD's die Kunden geliehen
> haben. Sicherlich interessiert es aber den
> Fiskus, in welchem Umfang Einnahmen
> verbucht wurden. Und um dies nachzuweisen
> ist die Speicherung der Daten notwendig.

Die Tarife von inVDeo.de waren "flat" - es war also -ausser fuer die Koordination der Verleih- und Ruecksendevorgaenge- fuer die Abrechnung irrelevant, welche und ob ueberhaupt der Kunde DVDs erhalten hat. Massgeblich war, in welchem Zeitraum jemand Kunde war und ob und in welcher Hoehe Rechnungen gestellt und beglichen wurden. Keinesfalls interessiert es die Steuerbehoerde, von welchem Konto ein Rechnungsbetrag eingezogen wurde (warum auch?) - weshalb eine eventuell bekanntgegebene Bankverbindung nach Beendigung des Vertragsverhaeltnisses auch jedenfalls zu loeschen ist. Nicht in dem Sinne, dass die Kontonummer auf Kontoauszuegen -wenn Sommer & Co. die nicht laengst durch den Kamin geschickt haben- geschwaerzt werden muesste, aber doch insofern, als solche Eintraege in einer Kundendatenbank nach §20, (2), 2 des BDSG zu entfernen sind - was gemeinhin auch ueblich ist. Dass PALAGO sogar ungefragt die Logins ehemaliger Kunden reaktiviert, will ich an dieser Stelle nicht weiter "wuerdigen" ...

> Oder hälst du es für üblich, dass bei der
> Kündigung des Geschäftsverhältnisses alte
> Rechnungen der Ex-Kunden durch den
> Reisswolf wandern?

Nein, natuerlich nicht - dass habe ich auch nicht verlangt. Aber dass persoenliche Daten weiter gespeichert und -etwa fuer die unverlangte Zusendung von eMails- verwendet werden halte ich, wie schon dargelegt,  fuer unzulaessig.

Gruesse vom

JePe, der fast immer alles ernst meint was er sagt und schreibt


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Thema: Re: inVDeo GmbH gekündigt - trotzdem eMail von Palago GmbH
Autor: Noob  -   Datum: 15.05.2005 17:43:40

> > Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher,
> ob
> > dein Posting ernst gemeint ist.
>
> ?

Das habe ich nur angefügt, weil ich nicht wusste, was irgendwelche XXX-Filme mit dem Thema zu tun haben.

> > Sicherlich interessiert es den Fiskus
> > nicht, welche DVD's die Kunden
> geliehen
> > haben. Sicherlich interessiert es aber
> den
> > Fiskus, in welchem Umfang Einnahmen
> > verbucht wurden. Und um dies
> nachzuweisen
> > ist die Speicherung der Daten
> notwendig.
>
> Die Tarife von inVDeo.de waren "flat" - es
> war also -ausser fuer die Koordination der
> Verleih- und Ruecksendevorgaenge- fuer die
> Abrechnung irrelevant, welche und ob
> ueberhaupt der Kunde DVDs erhalten hat.
> Massgeblich war, in welchem Zeitraum jemand
> Kunde war und ob und in welcher Hoehe
> Rechnungen gestellt und beglichen wurden.
> Keinesfalls interessiert es die
> Steuerbehoerde, von welchem Konto ein
> Rechnungsbetrag eingezogen wurde (warum
> auch?) - weshalb eine eventuell
> bekanntgegebene Bankverbindung nach
> Beendigung des Vertragsverhaeltnisses auch
> jedenfalls zu loeschen ist.

Es ging nicht nur um die Speicherung der Bankverbindung im besonderen, sondern um die Speicherung Kundendaten im allgemeinen.

Meines Wissens wurde seit Februar oder März auch kein Geld mehr eingezogen, die gespeicherten Bankverbindungen bzw. Einzugsermächtigungen wurden nicht mehr genutzt.

> Nicht in dem
> Sinne, dass die Kontonummer auf
> Kontoauszuegen -wenn Sommer & Co. die
> nicht laengst durch den Kamin geschickt
> haben- geschwaerzt werden muesste, aber
> doch insofern, als solche Eintraege in
> einer Kundendatenbank nach §20, (2), 2 des
> BDSG zu entfernen sind - was gemeinhin auch
> ueblich ist.

Ich glaube eher, dass hier der § 20 Abs. 3 des von dir zitierten Gesetzes einschlägig ist. Die Daten sind zu sperren, aber nicht zu löschen.

> Dass PALAGO sogar ungefragt
> die Logins ehemaliger Kunden reaktiviert,
> will ich an dieser Stelle nicht weiter
> "wuerdigen" ...

Da kann ich nichts dazu sagen. Ich habe bei invdeo nicht gekündigt, aber mein Account wurde nicht reaktiviert, zumindest kann ich mich mit meinen Daten nur einloggen, wenn ich den Vertrag mit Palago bestätigen würde.

Dass Ex-Kunden mit solchen Werbe-Mails belästigt werden halte ich schlicht für Spam. Aber invdeo/Palago ist mit Sicherheit nicht die einzige Firma mit Karteileichen.

> > Oder hälst du es für üblich, dass bei
> der
> > Kündigung des Geschäftsverhältnisses
> alte
> > Rechnungen der Ex-Kunden durch den
> > Reisswolf wandern?
>
> Nein, natuerlich nicht - dass habe ich auch
> nicht verlangt. Aber dass persoenliche
> Daten weiter gespeichert und -etwa fuer die
> unverlangte Zusendung von eMails- verwendet
> werden halte ich, wie schon
> dargelegt,  fuer unzulaessig.

Bei der Speicherung der Daten stimme ich dir, wie oben erwähnt, nicht zu. Beim Versand von Werbemails schon. Aber deshalb einen Terz zu veranstalten halte ich für sinnlos. Eine kurze Mail den Support von invdeo/Palage mit der Bitte um keine weitere Zusendung von Werbung sollte genügen. Wird diese ausdrückliche Bitte weiterhin missachtet kann man schwerere Geschütze auffahren. Mir ist klar, dass invdeo hier auf dem Board mittlerweile das Feindbild Nr. 1 ist, aber wenn alle aus jedem Käse einen Riesenaufruhr veranstalten würden. Oh je, da kämen wir gar nicht mehr zu Ruhe.

> Gruesse vom
>
> JePe, der fast immer alles ernst meint was
> er sagt und schreibt

Das war wie gesagt auf die XXX-Filme bezogen.

Gruss Noob


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