Thema: Test: Wie klein dürfen Wunschlisten sein?
Autor: Stefan  -   Datum: 28.10.2005 12:40:52

Man hört ja oft hier im Forum Klagen, dass die DVD-Verleih-Anbieter nur Titel von den hinteren Wunschlistenplätzen schicken und man auf die vorderen Plätze lange warten muss oder man sie gar nicht bekommt.

Mich hat deshalb interessiert: Was passiert eigentlich, wenn man die Wunschlistengröße drastisch reduziert? Wenn man alle Lückenfüller weglässt, die Empfehlungen der Online Videotheken über Wunschlistengrößen ignoriert und nur noch Top-Titel auf die Wunschliste setzt? Ich habe diesen Test im August/September durchgeführt, meine Wunschlisten komplett gelöscht und die Wunschlisten nur noch mit den 10 Titeln aus den Top 10 der deutschen DVD-Verleih-Charts gefüllt. Mit dabei bei meinem Test waren alle Anbieter, bei denen ich Accounts hatte, das waren Amango, Amazon, Amovie, Dividi und inVDeo.

Das erstaunliche Ergenis: Alle Anbieter hatten relativ wenig Probleme mit kleinen Wunschlisten. Die Ergebnisse im Einzelnen: Der Test begann am 15.8. und endete am 23.9., mit einer Unterbrechung vom 2.-16.9., da ich in dieser Zeit im Urlaub war.

Amango:
Amango sendete mir in der Zeit vom 15.8. bis zu meinem Urlaub 6 der 10 Titel, die ich auf meiner Wunschliste hatte, vier wurden während und nach meinem Urlaub geliefert. Die längste Wartezeit zwischen Rückbuchung und Neuversand einer DVD lag bei 2 Tagen.

Amazon:
Da ich im August schon fünf DVDs vorher geliehen hatte und die Zahl der Leih-DVDs auf sechs pro Monat begrenzt war, konnte ich bei Amazon den Test leider nicht zu Ende führen. Insgesamt erhielt ich aber für mein Septemberkontingent 6 der 10 DVDs ohne irgendwelche Verzögerungen, d.h. ohne Wartezeiten wurde stets am Tag der Rückbuchung eine neue DVD verschickt.

Amovie:
Bei Amovie erhielt ich vor meinem Urlaub 7 der 10 gewünschten DVDs sowie 3 DVDs während und nach meinem Urlaub, der Neuversand erfolgte ohne Wartezeit jeweils am Tag der Rückbuchung (wobei die Rückbuchung manchmal erst am zweiten Tag nach Rücksendung erfolgte).

DiViDi:
Von DiViDi erhielt ich vor meinem Urlaub ebenfalls 7 der 10 angeforderten DVDs sowie drei während oder nach meinem Urlaub. Die maximale Wartezeit zwischen Rückbuchung und Neuversand lag bei 3 Tagen. Dies betraf jedoch nur eine einzige DVD, da DiViDi auch einzelne DVDs versendete, wenn kein 2er-Pack zum Versenden bereit stand.

inVDeo:
Von inVDeo erhielt ich bis zu meinem Urlaub 6 der 10 gewünschten DVDs sowie vier währenddessen und danach. Die maximale Wartezeit zwischen Rückbuchung und Neuversand lag bei 5 Tagen.

Fazit:
Alle getesteten Anbieter haben relativ wenig Probleme mit kleinen Wunschlisten. Vor meinem Urlaub hatten die DVD-Verleiher 2 1/2 Wochen Zeit, in dieser Zeit habe ich von jedem getesteten DVD-Verleih zwischen sechs und sieben DVDs von nur zehn DVDs auf der Wunschliste bekommen. Die übrigen DVDs konnten dann ebenfalls sehr schnell geliefert werden.

Von 47 versendeten DVDs, die ich von allen Anbietern zusammen erhalten habe, konnten immerhin 26, also mehr als die Hälfte, trotz der kleinen Wunschlisten am Tag der Rückbuchung neu versendet werden. Weitere 18 DVDs hatten eine Wartezeit von 1-2 Tagen. Nur 3 von 47 DVDs wurden erst nach drei bis fünf Tagen verschickt.

Da ich nur wenige Versandvorgänge je Anbieter getestet habe, möchte ich mit meinem kleinen Test keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben. Wem es aber wichtiger ist, ganz bestimmte Titel zu bekommen und wer darauf auch einmal einige Tage warten kann, der kann es durchaus einmal wagen, seine Wunschlistengröße drastisch zu reduzieren.




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Thema: Re: Test: Wie klein dürfen Wunschlisten sein?
Autor: redbaron  -   Datum: 30.10.2005 11:05:46

Umgekehrt könnte man auch annehmen, dass es dem Verleiher die längere Wunschliste leicht macht "weiter hinten" zuzugreifen und so schnellere Turnaround-Zeiten zu erreichen. Den Verdacht habe ich schon länger.

Sinnvoller für die Kunden wäre es zumindest jeden zweiten oder dritten Film aus den Top 10 zu wählen. Auch softwaretechnisch wäre das ohne Probleme zu realisieren.


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Thema: Re: Test: Wie klein dürfen Wunschlisten sein?
Autor: superkolbi  -   Datum: 30.10.2005 13:18:09


>
> Sinnvoller für die Kunden wäre es zumindest
> jeden zweiten oder dritten Film aus den Top
> 10 zu wählen. Auch softwaretechnisch wäre
> das ohne Probleme zu realisieren.

Aber läßt sich ein Kunde das gefallen?
In einer stationären Videothek gibt es so etwas auch nicht. Einzig und allein ein Aufschlag für begehrte Filme würde sich meines Erachtens durchsetzen lassen.


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Thema: Re: Test: Wie klein dürfen Wunschlisten sein?
Autor: mages  -   Datum: 30.10.2005 15:57:13

>
> >
> > Sinnvoller für die Kunden wäre es
> zumindest
> > jeden zweiten oder dritten Film aus
> den Top
> > 10 zu wählen. Auch softwaretechnisch
> wäre
> > das ohne Probleme zu realisieren.
>
> Aber läßt sich ein Kunde das gefallen?
> In einer stationären Videothek gibt es so
> etwas auch nicht. Einzig und allein ein
> Aufschlag für begehrte Filme würde sich
> meines Erachtens durchsetzen lassen.

Wie schon vor langem mal erwähnt:
Wunschliste 1.User: ABCDEFGHI
Wunschliste 2.User: ABCDEF
Wunschliste 3.User: ABC
Belieferung 1.User: GHI
Belieferung 2.User: DEF
Belieferung 3.User: ABC

Das Problem lässt sich nur lösen, wenn ich den Faktor Zeit (seit wann auf Wunschliste) mit einbeziehe. Auch sollte man die Priorisierung zur Gesamtlänge der Wunschliste bewerten.

Jemand der schon länger auf einen Titel wartet, sollte auch endlich mal beliefert werden und nicht weil noch 200 andere Titel da sind immer wieder zrurück gestellt werden, bis der Titel auch so alt und verkrazt ist wie all' die anderen.

Wenn jemand mit 200 Titeln einen bestimmten auf den 1. Platz schiebt, ist das anders zu werten, als bei jemanden, der nur 10 Titel überhaupt auf der Liste hat.

Priorität=Wunschlistenlänge/Platz+Wartezeit
(je höher desto wichtiger)




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Thema: Re: Test: Wie klein dürfen Wunschlisten sein?
Autor: Yuloc  -   Datum: 30.10.2005 20:10:06

Hallo und guten N'abend!

Ich bin ja nun schon einige Zeit zufriedener Kunde bei DiViDi und hatte bisher ebenfalls noch keine Probleme mit meiner "kleinen" Wunschliste.

Ich halte ebenfalls nicht viel von sogenannten Lückenfüllern - mich interessieren in den häufigsten Fällen nur die aktuellen Titel und deshalb umfasst meine Wunschliste auch immer nur so um die 10 bis 12 Titel. Das Ganze lief bisher absolut problemlos ab, auch wenn DiViDi ja mit Neuerscheinungen nicht immer so up to date ist wie andere Mitbewerber.

Es geht mir teilweise sogar so, dass ich einen Film, den ich mir unbedingt anschauen möchte schonmal vorab beim Videobuster vor Ort leihe, wenn dieser noch gar nicht im DiViDi-Programm ist...

Naja, wie gesagt - Anbieter mit Muss-Wunschlisten von 30 und mehr Titeln finde ich absolut inakzeptabel, da würde ich dann wirklich lieber vor Ort leihen, aber wie gesagt, DiViDi läuft bei mir in der Beziehung wirklich super.

Gruß an alle
Yuloc


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Thema: Ist eine Wunschliste überhaupt das richtige Prinzip ?
Autor: *Marc*  -   Datum: 31.10.2005 11:45:28

Hallo Stefan, hallo DVDler,

ich stehe mit dieser Wunschlisten-Geschichte sowieso auf Kriegsfuß, obwohl ich sagen muss, dass Amango da schon sehr zuverlässig ist.

Aber sind wir doch mal ehrlich, das mit der Wunschliste ist doch eigentlich Käse.
Ich meine, man setzt eine gewisse Anzahl von Filmen auf eine Liste, entweder nur welche, die man unbedingt sehen will,
oder auch welche, die man "vielleicht" sich mal ansehen würde, nur damit die Liste halt voll wird.
Als nächstes ist man dann irgendeinem nicht trivialen System ausgeliefert, dass daraus Sendung zusammenstellt.
Es gibt doch von keinem einzigen Anbieter eine klare Aussage darüber, ob und wie die Wunschlisten abgearbeitet werden.
Wird zum Beispiel berücksichtigt, wie lange einzelne User einen Film schon auf der Liste haben? Einige sagen Ja, andere wieder Nein.
Oder werden, wir hier angedeutet, größere Wunschlisten als Puffer genommen, um alle Kunden zügig zu beliefern?
Wir setzen alle eigentlich Filme auf die Listen, die uns, in welcher Form auch immer, interessieren.
Und dann die Favoriten (meistens Neuheiten) auf die obersten Plätze.
Nur einen Einfluss darauf, was wir wann bekommen, haben wir doch überhaupt nicht,
obwohl das doch eigentlich der Sinn einer priorisierten Wunschliste ist, oder?

Ich persönlich finde, ein ähnliches System wie bei einem Online-Shop mit Verfügbarkeitsanzeige viel ansprechender.
Man loggt sich ein, sucht sich die Filme, die man sehen will, und sind diese verfügbar, ab in den Warenkorb, sind sie es nicht,
beim nächsten mal wieder gucken und stattdessen einen anderen nehmen.
So hat man selbst die volle Kontrolle darüber, was man bekommt, und was beim nächsten Mal im Briefkasten liegt.

Ich überlege mir immer, wie würde wohl ein Online-Shop mit Wunschliste aussehen?
Ich setze alle Artikel, die ich so interessant finde und brauchen könnte, ob dringend oder nicht so dringend, auf eine Wunschliste.
Naja, dann setze ich den Rasierer ganz nach oben, bekomme aber erst mal ne Kaffemaschine.
Gut, Kaffee trinke ich auch gerne, aber werd halt weiterhin erst mal unrasiert aus dem Haus gehen.
Ziemlich debiler Vergleich, ich weiß, aber im Prinzip doch nicht so falsch.
In einer lokalen Videothek haltet Ihr Euch ja auch keine Wunschliste und lasst Euch überraschen,
was denn der liebe Herr Videothekar dieses Wochenende für Euch ausgesucht hat.

Die Videotheken starten im Moment auch sehr ausgiebige Preisoffensiven und sind, zumindest hier in meiner Gegend,
längst nicht mehr so teuer, wie noch vor einigen Jahren.
Und was das schöne ist, ich bekomm dort zeitnah die Filme, die ich auch haben will, und zwar JETZT,
und muss nicht evtl. wie bei einem Online-Verleiher Wochen oder gar Monate darauf warten.

Ich hab es hier schonmal erwähnt:
Grundsätzlich finde ich den Online-Verleih eine sehr gute Idee, aber wie so oft hier bei uns in Deutschland:
völlig falsch umgesetzt und daher in der jetzigen Form (meine Meinung) absolut nicht überlebensfähig.
Schon garnicht mit diesem Wunschlisten Gedöns, der bei den wenigsten Anbietern so funktioniert, wie er sollte und wie sie es auch propagieren.
Das zeigen ja auch die ganzen Berichte hier im Forum.

Man sieht ja auch wo das hinführt:
Die Preise bei den Online-Verleihern gehen immer weiter hoch, bei den Videotheken im Moment immer weiter runter.
Und warum?
Weil sich die Online-Anbieter verkalkuliert haben und das Geschäft nicht kostendeckend ist,
und weil die Videotheken Ihre Kunden wieder haben wollen, die sie in den letzten 2-3 Jahren an die Online-Verleiher verloren haben.

Lassen wir uns mal überraschen.
Es gibt Anbieter, bei denen man sagen kann, das mit der Wunschliste funktioniert gut.
Und es gibt welche, da funktioniert es, warum auch immer, überhaupt nicht.
Einen solchen Kandidaten hätte ich gerne auch mal in dem Test von Stefan gesehen, kenne da einen :-)

Naja, war jetzt nurmal eine kleine Auschweifung von mir, soll sich jetzt keine User und kein Anbieter direkt angesprochen fühlen :-)

Als denne ....


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Thema: Re: Ist eine Wunschliste überhaupt das richtige Prinzip ?
Autor: Stefan  -   Datum: 31.10.2005 17:47:23

Naja, die Wunschliste sorgt einfach dafür, dass man nicht nach jeder Rückbuchung neu einloggen muss, nachschauen muss, welche Titel verfügbar sind und diese auswählen muss. In der Praxis würde das zu einer Verzögerung von mindestens einem Tag führen, denn zwischen Rückbuchung und Neuversand liegen in der Regel gerade mal (wenn überhaupt) ein paar Stunden und es wäre wohl den meisten Usern kaum möglich ständig online zu sein, um nachzusehen, wann sie sich die nächste Sendung aussuchen können. Von daher finde ich das Wunschlistenprinzip schon gut. Und der Vergleich mit Rasierer und Kaffeemaschine hinkt schon ein bisschen sehr, denn wenn ich 10 Filme im Monat sehen will, ist es mir persönlich eigentlich egal, welchen ich davon am Monatsanfang sehe und welchen davon am Monatsende.

Ich denke, nach dem momentanen Prinzip sind die User, die die Wunschliste wirklich mit Lückenfüllern bis zur empfohlenen Größe auffüllen, ein bisschen bestraft, weil die User mit kleinen Wunschlisten zumindest bei den getesteten Verleihern fast genauso schnell beliefert werden können. Andererseits würde es wahrscheinlich die Lieferzeiten für alle drastisch nach oben schrauben, wenn tatsächlich jeder Kunde eines DVD Verleih nur noch 10 Titel auf die Wunschliste setzt.

Eine Patentlösung weiss ich auch nicht. Klar ist, dass eine kleine Wunschliste zu Lieferverzögerungen führen kann. Vielleicht sollte man den Kunden einfach fragen, ob er lieber so schnell wie möglich so viele DVDs wie möglich haben möchte, auch wenn es hintere Wunschlistenplätze sind oder ob er lieber immer die vorderen Wunschlistenplätze haben will, auch wenn er einmal 1-3 Tage länger darauf warten muss.

Gruß
Stefan


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Thema: Re: Test: Wie klein dürfen Wunschlisten sein?
Autor: ka.mi  -   Datum: 26.09.2007 01:29:25

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> > Sinnvoller für die Kunden wäre es
> zumindest
> > jeden zweiten oder dritten Film aus
> den Top
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> wäre
> > das ohne Probleme zu realisieren.
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> Aber läßt sich ein Kunde das gefallen?
> In einer stationären Videothek gibt es so
> etwas auch nicht. Einzig und allein ein
> Aufschlag für begehrte Filme würde sich
> meines Erachtens durchsetzen lassen.

Aufschlag für begehrte Filme??? Was fürn Blödsinn!!!!!!!!! Ich nutze schon Jahre Onlinevideotheken, bin jetzt bei einer sehr Guten gelandet, die haben keine Probleme mit Top-Titeln. Selbst wenn ich nur 3 Top-Filme in meiner Wunschliste habe dauert es kaum länger als 3 Tage bis ich 2 davon habe. Sollte ich dafür Aufpreis zahlen ginge ich wieder in die Örtliche!